Navigation: SaintMartin.de Stand: 26.08.2016

Ihr Reiseführer nach Saint Martin!

Staatswappen von St. Maarten Sonne. Palmen. Traumhafte Sandstrände. Weit abseits vom Massentourismus unserer Tage, rund 260 Kilometer nördlich von Guadeloupe in der Karibik. Eine Perle unter den karibischen Inseln der Antillen, den Inseln über dem Winde. Das ist Saint Martin.

Inselpost: Nachrichten aus St. Maarten / Saint Martin.

Tip: Das “Flaavors of St. Maarten” Food & Wine Festival! »

Sonntag, 14.11.2010 – Heute ist der letzte Tag des großen “Flaavors of St. Maarten” Food & Wine Festivals in Porto Cupecoy. Damit enden fünf traumhafte, kulinarische Festtage auf St. Maarten.

  • by 17039 days ago

Saint Martin, wo sich Frankreich und Holland treffen ...

Historie
Saint Martin
Sint Maarten
Politk
Umwelt

Durch das 96 Quadratkilometer große Eiland verläuft eine zehn Kilometer lange Staatsgrenze zwischen Frankreich und den Niederlanden. Die Bezeichnung des französischen Teils im Norden entspricht dem geografischen Namen Saint Martin, der holländische Inselteil trägt den Namen St. Maarten. Entdeckt wurde Saint Martin am 11. November 1493 durch Christoph Columbus, der im Auftrag der spanischen Krone einen Seeweg nach Indien suchte. Der 11. November ist der Namenstag des Heiligen Martin. Daher trägt die Insel seinen Namen. 1640 wurde Saint Martin von den Spaniern eingenommen, die ihre Kriegsgefangenen dorthin deportierten.

Der Legende nach vertrieben niederländische und französische Gefangene ihre spanischen Bewacher und teilten 1648 die Insel im Vertrag von Concordia unter sich auf.

Von 1794 bis 1796 herrschten die Engländer über die Insel, bis sie durch Victor Hugues vertrieben wurden. Die komplette Inselgeschichte wird im Museum von Saint-Martin nacherzählt, das einen Bogen spannt von den ersten Indianern über die Kolonialzeit bis hin zum Alltagsleben des 20. Jahrhunderts. Wie die anderen Inseln über dem Winde, so wurde auch Saint Martin ursprünglich von den Arawak besiedelt.

Die ältesten archäologischen Funde dieser Kultur auf den Antillen datieren bis 3.500 vor unserer Zeitrechnung. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen nahmen die Karaiben um 600 vor Christus die Inseln des Guadeloupe-Archipels ein. Wie die Arawak so stammten auch sie ursprünglich aus Südamerika.

Während der Kolonalisierung durch Spanier, Franzosen und Niederländer wurden die Ureinwohner getötet, vertrieben oder starben durch eingeschleppte Krankheiten. Danach siedelten die Kolonialherren Sklaven aus Afrika auf Saint Martin/St Maarten an. Wie auf den anderen Karibik-Inseln, so mussten sie hier ebenfalls auf Kaffeeplantagen, Tabak- und Zuckerrohrfeldern schuften. Die 1621 gegründete Westindische Kompanie dehnte ab 1665 ihre niederländischen Kolonialansprüche auch auf Sint Maarten aus. Nach der Revolution 1848 schaffte Frankreich die Sklaverei per Dekret von 1848 endgültig ab. Als letztes Land in Europa verboten am 1. Juli 1863 endlich auch die Niederlande die Sklaverei.

Heute leben auf der Insel zwar überwiegend Nachfahren der ehemaligen Sklaven sowie der französischen und niederländischen Siedler. Doch ist der Ausländeranteil im Steuerparadies Sint Maarten mit 49% beträchtlich.

Der französische Inselteil: La Collectivité de Saint Martin!

Er nimmt mit 55 Quadratkilometer knapp 3/5 der Inselfläche ein. In Saint Martin leben knapp 36.000 Menschen, davon etwa 6000 in Marigot. Die heutige Hauptstadt war früher lediglich Unterpräfektur des Arrondissement Saint Martin / Saint-Barthé lemy. Nachdem die Bevölkerung sich im Referendum von 2003 für die Trennung von Guadeloupe entschieden hatte, wurde Saint Martin 2007 eine "Collectivité d'outre-mer". Damit ist Saint Martin die einzige Gebietskörperschaft Frankreichs die gleichzeitig den Status einer Gemeinde, einer Region und eines Departments inne hat.

Der Flughafen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Grand-Case. Als Regionalflughafen wird der "Aé rodrome de Saint Martin-Grand-Case" jedoch nur im Rahmen des Zubringerverkehrs von Guadeloupe und Martinique aus angeflogen.

Sint Maarten / St. Maarten: Teil des niederländischen Königreichs!

Auf 41 Quadratkilometern leben rund 33.000 Menschen. Damit ist St Maarten dichter bevölkert als der französische Teil. Auch im niederländischen Inselteil gibt es einen Flughafen. Der Princess Juliana Airport liegt nordwestlich von Philipsburg direkt am Strand.

Ebenso bedeutend wie der Airport ist der Hafen von Sint Maarten für den Tourismus im niederländischen Inselteil. In der Saison legen täglich bis zu zehn Kreuzfahrtschiffe an, deren Gäste einen Landausflug auf die Insel machen und hier zollfrei einkaufen können. Denn als Freihafen der Offshore-Zone ist St Maarten momentan noch von Steuern und Zöllen befreit. Ein Umstand, der vor allem Touristen aus den USA magisch anzieht.

Sint Maarten ist Offshore-Zone mit Steuerprivilegien für hier ansässige Firmen. Das könnte sich bald ändern, wenn St Maarten nun - wie auch Aruba und Curaçao - den Status eines eigenständigen Bundeslandes innerhalb der Niederlande erhält. Die Währung im holländischen Inselteil ist der Antillen-Gulden, als bevorzugtes Zahlungsmittel gelten jedoch US-Dollars.

Die politische Teilung beschert der kleinen Insel zwei Regierungen und zwei Hauptstädte. Zudem sind die knapp 69.000 Insulaner die einzigen Menschen auf der ganzen Welt, die an einer französisch-niederländischen Grenze leben. Die Trennlinie ist mit einem weißen Meilenstein markiert, der an den Vertrag von Concordia erinnert. Dabei ist die Trennung zwischen beiden Nationen eher symbolischer Natur. Grenzformalitäten gibt es keine.

Gemeinsam mit der Nachbarinsel Saint-Barthé lemy bildete der Nordteil Saint Martin das Arrondissement Îles du Nord. Dieses gehört bis Februar 2007 zum französischen überseedepartment Guadeloupe. Seither ist das Arrondissement der nördlichen Inseln eine selbstständige "Collectivité d'outre-mer" und nach dem Vertrag von Lissabon auch Mitglied der Europäischen Union. Im Gegensatz zu den "Dé partements d'outre-mer" der Grand Nation sind diese Collectivité s zwar Teil von Frankreich, genießen jedoch ein höheres Maß an Autonomie. Dennoch gilt der Euro als offizielles Zahlungsmittel im diesem westlichsten Außenposten der EU. Als Präsident des Territorialrates amtiert der derzeitige Regierungschef Frantz Gumbs. Staatsoberhaupt ist natürlich Nicolas Sarkozy.

Der südliche Inselteil Sint Maarten gehörte bisher zu den Niederländischen Antillen, die zwar Teil des Königreichs der Niederlande sind, aber nicht der Europäischen Union angehören. Die Regierung von St Maarten besteht aus dem Inselrat "eilandsraad", einem Verwaltungskollegium, dem "bestuurscollege" sowie dem Regierungschef. Der jetzige Amtsinhaber heißt Franklyn Richards. Er hat den Status eines gezaghebber - was in etwa einem Gouverneur entspricht - und wird direkt von der niederländischen Krone ernannt.

Amtssprachen auf Saint Martin sind Holländisch, Englisch und natürlich Französisch. Dennoch sprechen selbst im französischen Inselnorden auch die Einheimischen überwiegend Englisch. Und natürlich wird, wie überall in der Karibik, auch Kreolisch gesprochen.

Das Klima auf Saint Martin/St Maarten ist wie überall in der Karibik tropisch, jedoch nicht zu heiß. Das ganze Jahr über herrschen Temperaturen um die 27 °C. Im August und September ist mit vereinzelten Regenschauern zu rechnen. Dieses milde Wetter und mehr als 30 traumhafte Sandstrände machen die Insel zu einem Badeparadies.

Dennoch sollte man den Wind nicht unterschätzen. Allein zwischen 1990 und 2000 wurden Saint Martin und Sint Maarten sechsmal von Hurrikanen heimgesucht. Besonders schlimm wüteten 1995 die Wirbelstürme "Luis" und "Marilyn". Doch der ständige Wind sorgt auch für ein angenehmes, relativ trockenes Klima, in dem Kakteen, Kokospalmen und Mandelbäume gedeihen. Bougainvillea, Oleander, Hibiskus und Orchideen bringen üppige Blütenpracht in die Gärten und Parks von Saint Martin. Die Tierwelt ist vertreten durch Leguane, Echsen, Mangusten und eine Vielzahl farbenprächtiger Vögel wie Kolibris, Zuckervögel, Stelzenläufer und Pelikane. Insekten gibt es reichlich, nicht nur Grillen, die mit ihrem Zirpen den Sommerabend verschönern, sondern leider auch lästige Stechmücken. Auch in geografischer Hinsicht ist Saint Martin/Sint Maarten zweigeteilt. Die Bereiche Grand Terre und Terres-Basses sind durch den Etang von Simsonbaai voneinander getrennt. Dieser Salzwassersee wird von zwei schmalen Landbrücken umschlossen, die ihrerseits Grand-Terrre und Terres-Basses miteinander verbinden. Solche durch Landstreifen abgetrennte Salzwasserteiche gibt es überall entlang der Küste von Saint Martin.

Die meisten Städte und Ortschaften befinden sich am Meer. Mit Ausnahme des malerisch gelegenen Dörfchens Colombier ist das Inselinnere kaum besiedelt. Sattgrüne Täler und sanfte Hügel laden zum Wandern ein. Die Wege sind gut ausgebaut. Wer die 424 Höhenmeter zum Pic du Paradis erklimmt, wird mit einer fantastischen Aussicht über die Lowlands und die tiefblaue Lagune der Simpson Bay belohnt. Entstanden ist die Insel einst durch vulkanische Aktivitäten, die auch ihre Oberfläche formten. So wird die Steilküste regelmäßig von flachen Strandabschnitten unterbrochen. Vorgelagerte Korallenriffe sind reich an Plankton und dienen vielen Meereslebewesen als Kinderstube. Die Artenvielfalt der Unterwasserwelt reicht von bizarren Kofferfischen, bunten Papageienfischen, anmutigen Engelfischen bis hin zu riesigen Thunfischen und seltenen Meeresschildkröten.

Weitere Inselführer: St. Kitts | Nevis | St. Vincent | Grenadinen